Feierliche Eröffnung des IN VIA Frauentreffs „Ellen und Verena“

Mit zahlreichen Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft wurde am 25. September 2025 der neue Frauentreff „Ellen und Verena“ am St.-Kassians-Platz eröffnet. Die historischen Räumlichkeiten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die lange Zeit ungenutzt waren, erstrahlen nun vom Architekturbüro Feil liebevoll renoviert in neuem Glanz.

In seiner Eröffnungsrede stellte Prof. Dr. Dr. Johannes Hofmann das Thema Begegnungen in den Mittelpunkt. Viele Begegnungen hätten ihn schließlich mit seiner Idee, in den Räumen des Kollegiatstifts St. Johann eine soziale Einrichtung entstehen zu lassen zu In VIA geführt. Nun freue er sich besonders, dass hier ein Ort der Begegnung zwischen Frauen entstehen wird.

Claudia Fritsch, Vorsitzende von IN VIA Regensburg freute sich über die große Anzahl der Gäste und verwies in ihrer Rede darauf, dass der Frauentreff gefördert werde durch das ESF-Projekt „Zusammenhalt stärken-Menschen verbinden“, aber ohne die Unterstützung der Stadt Regensburg nicht realisierbar sei. Ihr Dank geht auch an die Stiftung Obdachlosenhilfe, die die Ausstattung der Räume förderte und an alle, die dieses Projekt möglich gemacht und vorangebracht haben. Sie freue sich darauf, dass die beiden Projektmitarbeiterinnen Marie Horlacher und Norea Wolter mit ihren kreativen Ideen, ihrem Fachwissen und ihrer spürbaren Freude den Raum nun mit Leben füllen werden. Ihr Wunsch sei, dass durch Mut zur Begegnung, durch Offenheit füreinander, durch Wertschätzung hier ein Ort der Vielfalt, der Zugehörigkeit und der Zukunftsfähigkeit entstehen möge, dass dieses Projekt viele Frauen stärken und positive Impulse für unsere Stadt setzen möge.

Die Sängerin, Schauspielerin und Autorin Eva Sixt, die die Patenschaft für den Frauentreff übernommen hat, betonte bei der Eröffnung, dass „Ellen und Verena“ ein offener, ideologiefreier Ort ohne Konsumzwang sei, an den Frauen kommen können, wenn sie Gemeinschaft suchen. Probleme lassen sich nicht einfach weggoogeln oder mit ChatGPT lösen, aber oft mit einem Gegenüber, das ein offenes Ohr hat.

Bürgermeisterin Astrid Freudenstein betonte in ihrem Grußwort, dass Einsamkeit in Regensburg ein Thema für viele Frauen sei und sie sich daher umso mehr freue, dass nun jede Frau, die sich nach Gesellschaft sehne bei „Ellen und Verena“ willkommen sei. Für sie ist der Frauentreff ein wertvoller Beitrag zur sozialen Infrastruktur der Stadt Regensburg.

Auch Landrätin Tanja Schweiger hob die Wichtigkeit einer Begegnungsstätte, um Einsamkeit zu bekämpfen hervor. Besonders gefährdet seien Alleinerziehende, ältere Frauen oder Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Sie freue sich auch über die Farbenfroheit und Frauenpower, die den Treff auszeichne.

Nach der feierlichen Segnung der Räume durch den geistigen Beirat von IN VIA, Diözesanpräses Stephan Rödl, wurde bei Küchl und Kaffee, Schnittlauchbroten und Sekt die einladende Atmosphäre der Räumlichkeiten gleich zu vielen anregenden Gesprächen genutzt und bis in den Abend hinein gefeiert.